Aktivkreis Flüchtlinge gründete eigenen Verein

Am 8. Januar 2018 gründeten Mitwirkende des bisherigen „Aktivkreises Flüchtlinge“ den Verein "Seite an Seite – Wegbegleitung für Flüchtlinge e.V." und lösten zugleich ihren im August 2015 ins Leben gerufenen Aktivkreis auf. Vorsitzende des neuen Vereins sind Tobias Vorburg und Judith Seibt.
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Die Vorgeschichte: Seit dem Spätsommer 2015 wurden bis zu 340 Flüchtlinge aus verschiedenen Herkunftsländern in Markt Schwaben untergebracht und vom eigens dafür gegründeten Aktivkreis betreut. 280 Menschen bewohnten einige Monate lang die Dreifachturnhalle neben dem Gymnasium, sechzig weitere Asylsuchende eine Containeranlage zwischen Feuerwehr und Bauhof. Fast alle wurden 2016 in andere Unterkünfte im Landkreis umgesiedelt. Ende Februar 2017 waren noch fünfzehn anerkannte Flüchtlinge aus Syrien und Eritrea in drei Markt Schwabener Wohnungen untergebracht, die dort auch weiterhin vom Aktivkreis Flüchtlinge bei ihrer Integration unterstützt wurden. Die Mitwirkenden des Aktivkreises wollten mit ihrem Engagement ein Zeichen für Verantwortung, Akzeptanz und Toleranz gegenüber den Menschen setzen, die in Markt Schwaben aufgenommen wurden:
„Grundsatz unserer Tätigkeit ist ein respektvoller Umgang miteinander. Unser Ziel ist es, den Asylsuchenden ein Gefühl des Willkommenseins zu vermitteln und sie bei der Integration in unsere Gesellschaft zu unterstützen. Um den neu angekommenen Menschen den Start bei uns zu erleichtern, geben wir ihnen Hilfestellung im Alltag, unterstützen z.B. bei Einkäufen, Behördengängen oder Arztbesuchen und bieten Deutschkurse an. Mit Freizeitaktivitäten fördern wir das Kennenlernen untereinander und den Austausch mit den hier lebenden Gemeindemitgliedern und sorgen für Abwechslung im Alltag. Durch Gesellschaftsunterricht in mindestens vier verschiedenen Sprachen, darunter Arabisch und Dari, wollen wir die Flüchtlinge an die in Deutschland üblichen Verhaltensregeln heranführen. Wir helfen ihnen auch bei der Arbeitssuche. Dabei sind wir mit anderen Helferkreisen im Landkreis gut vernetzt und können so Erfahrungen austauschen.“